Wissenswertes über die Erdwärme

Die Erde war früher ein glühender Feuerball. Auf der Oberfläche ist sie mittlerweile abgekühlt. Aus ihrem heißen Kern dringt aber immer noch Restwärme nach außen. Zudem zerfallen in der Erdkruste natürlich radioaktive Elemente; auch hier entsteht Wärme.

Beide Wärmequellen, die man auch als Erdwärme bezeichnet, können als Energiequelle genutzt werden. Die Erdwärme wird dabei mit einer speziellen Erdsonde entnommen, die 60 - 100 Meter tief in die Erde führt.

Toll an dieser Energiequelle ist, dass sie quasi unerschöpflich ist, denn bis die Erde vollständig erkaltet ist, wir es noch einige Milliarden Jahre dauern. Erdwärme ist wie die Windkraft, die Solarenergie oder die Wasserkraft eine erneuerbare Energie. Erdwärme wird bereits an vielen Orten der Welt als umweltfreundliche Energiequelle genutzt. Z.B. heizen die Menschen in Island zu 80% mit Erdwärme.

Erdwärme oder Geothermie ist die Wärmeenergie im Erdinneren. Der Erdboden hat ab 10m Tiefe eine konstante Temperatur von ca. 10°C. Die Temperatur nimmt je 30m Tiefe um ca. 1°C zu. Durch diese Voraussetzung steht Erdwärme, unabhängig von Klima und Jahreszeit, jederzeit und überall zur Verfügung. Durch die konstante Wärmetemperatur in der Erde könne je nach Auslegung der Wärmepumpe/Sondenlänge und Heizfläche ca. 75% der Heizenergie kostenlos aus der Erde gewonnen werden. Das fehlende ¼ wird durch den Verdichter der Wärmepumpe geliefert - es ist ein wirtschaftliches sowie umweltfreundliches Heizen und optional auch Kühlen möglich.

Mit dieser Methode ergibt sich eine Reihe von Einsatzmöglichkeiten: es können nicht nur Einfamilienhäuser, sondern auch Büro-, Gewerbebauten, ganze Wohnanlagen und komplette Wohngebiete versorgt werden

 

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